Zeitdruck bei Fernbusfahrern wird immer höher

„Immer die Uhr im Nacken, früher waren die Fahrgäste nicht so pingelich mit der Zeit“: Berichtet ein Berliner Busfahrer. Mit dieser  Meinung ist er nicht der Einzigste. Viele Busfahrer vor allen Fernbusfahrer haben mit der Zeit zu kämpfen.  Jeder will sicher, schnell, günstig und pünktlich ans Ziel kommen.  Doch meist zu Lasten der Fahrer. Billiglohnunternehmer zahlen wenig für doch so viel Verantwortung. Oder möchten Sie einen Bus mit 120 Leuten 10 Stunden lang über die Autobahnen Europas fahren ? Und dann noch für Billiglöhne wie 5,50€ die Stunde? Sicher nicht oder? Das beste Beispiel in der Fernbusbranche ist der IC Bus (Unternehmen der DB). Meist werden ausländische Unternehmen (Luxemburg, Polen, Tschechien) als Subunternehmer beauftragt da die DB den Fahrern, solange sie nicht in Deutschland fahren,  nicht den gesetzlichen Mindestlohn zahlen muss. Der 8,50 €-Tarif  gilt eben nur in Deutschland. Dabei ist es mit Busfahren ja lange  noch nicht getan. Gepäck einladen ,Bus reinigen, Fragen beantworten usw. usw.

Ein Fahrgast von Eurolines (Deutsche Touring) schreibt, Zitat; “ Nach kurzer Zeit wurde dem 1. Fahrer bereits schlecht; er beugte sich vornüber und musste sich – während er den Bus weiter steuerte – übergeben.  Auf Bitte reichte ihm der 2. Fahrer eine Tüte, während der Dritte das Fahrzeug lenkte; erst dann wurde der Bus an den Seitenstreifen gesteuert!“ Zitat weiter: „Das Fahrzeug wurde sodann zunächst von einem der beiden anderen Fahrer weitergefahren, nach kurzer Zeit jedoch wurde erneut gestoppt und der ausgewechselte Fahrer übernahm wieder das Steuer.
An einer Raststätte jedoch hat dieser Fahrer dann endgültig das Steuer übergeben und den Bus verlassen; er schwankte merklich, was wir Passagiere als Kreislaufbeschwerden ansahen  (vielleicht etwas zu viel getrunken?)“  Zitat ende.  Für mich sind das sehr erschreckende Zeilen…wie lange muss dieser Busfahrer schon ohne Pause gefahren sein bzw. musste er offensichtlich krank zur Arbeit.

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