Startschuss für die Schweinfruter Mobilitätstage

Im Bild zu sehen sind (v.l.n.r.): Peter Kippes, 1. Bevollmächtigter IG Metall Schweinfurt, Sarah Becke, Referat Gesamtbetriebsrat Schaeffler, Jürgen Schenk , stellv. Betriebsratsvorsitzender Schaeffler, Norbert Lenhard, Betriebsratsvorsitzender Schaeffler, Klaus Kern, stellv. Betriebsratsvorsitzender ZF, Marion Both, Betriebsrat SKF, Sebastian Witzel, stellv. Betriebsratsvorsitzender SKF, Stephan Kuserau, Referent Gesamtbetriebsrat Schaeffler, Benjamin Hornung, Projektsekretär IG Metall Schweinfurt sowie Harald Mendrock, stellv. Bereichsleiter Personenverkehr und Fahrzeugtechnik der Stadtwerke Schweinfurt GmbH.

Den öffentlichen Personennahverkehr für Berufspendler attraktiver machen, dieses gemeinsame Ziel haben sich die Stadtwerke Schweinfurt GmbH sowie die Arbeitnehmervertretungen der großen Schweinfurter Industriebetriebe und die IG Metall auf die Fahnen geschrieben.

Neben der akuten Parkplatznot in der Industrie haben der Klimaschutz und der in Schweinfurt geringe Anteil des ÖPNV am so genannten „Modal Split“ die genannten Akteure vor einigen Monaten zusammengebracht. Ergebnis der Projektgruppe sind nun die ersten „Schweinfurter Mobilitätstage“, in deren Rahmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schweinfurter Industriebetriebe von einer ökologischen Verkehrsmittelwahl überzeugt werden sollen.

Startschuss der Veranstaltungsreihe ist am 8. Juni bei der Schaeffler Technologies AG & Co. KG. Die Veranstaltungsreihe wird am 29. Juni im Werk Nord der ZF Friedrichshafen AG fortgesetzt und ebenfalls noch im Sommer wird es einen entsprechenden Termin bei SKF geben.

Am Aktionstag bei Schaeffler präsentieren sich die Stadtwerke von 10:30 bis 15 Uhr vor dem Mitarbeiter-Casino mit einem modernen Linienbus und informieren über ihr Fahrplan- und Tarifangebot. Am Standort Schweinfurt wohnen etwa 800 Gleitzeit-Beschäftigte im Einzugsbereich des Stadtbusses. Diese sollen angesprochen und für Alternativen zum Auto begeistert werden. Der Betriebsrat erfragt an diesem Tag daher auch die Zugangshemmnisse zum ÖPNV und Verbesserungsvorschläge zum Angebot, besonders für Nachtarbeiter.

Als Vertreter des Schienenpersonennahverkehrs wird außerdem die Erfurter Bahn vertreten sein und über ihr Angebot informieren. Der adfc stellt verschiedene Falträder vor, die sich besonders gut zur Mitnahme in Bus und Bahn eignen. Letztere werden vom Radmarkt Schauer zur Verfügung gestellt.
„Wir möchten mit dieser Veranstaltungsreihe das Bewusstsein für das vielseitige ÖPNV-Angebot in der Region schärfen und den Beschäftigten die Vorteile der ökologischen und häufig sogar zeitsparenden Anreise zum Arbeitsplatz aufzeigen“, erklärt Harald Mendrock vom Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Schweinfurt.

Norbert Lenhard, Betriebsratsvorsitzender bei Schaeffler in Schweinfurt ergänzt: „Unser Anliegen ist es, dass die Beschäftigten möglichst stressfrei zur Arbeit kommen. Mit dem Mobilitätstag wollen wir aufzeigen, dass gute Alternativen zum Auto bestehen.“

Für die IG Metall stellen die Schweinfurter Mobilitätstage ein sozial-ökologisches Leuchtturmprojekt dar: „Gemeinsam mit unserem Projektpartner dem BUND Naturschutz in Bayern haben wir eine Vielzahl von zukünftigen Herausforderungen identifiziert, die auf die Region und die Beschäftigten zukommen. Ein abgestimmtes betriebliches und kommunales Mobilitätsmanagement ist ein Baustein, um die Arbeits- und Lebensqualität der Beschäftigten signifikant zu erhöhen“, so Peter Kippes, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Schweinfurt.

Auch für SKF geht es um das Thema „Verantwortung für die Mitarbeiter“: „Ein modernes und flexibles ÖPNV-Angebot kann gerade für unsere Beschäftigten in der Nachtschicht eine Entlastung darstellen. Dies ist Teil von SKF Care – Verantwortung für unsere Mitarbeiter und unsere Umwelt zu übernehmen“, so Norbert Völkl, Betriebsratsvorsitzender der SKF.

Oliver Moll, Betriebsratsvorsitzender der ZF Friedrichshafen AG am Standort Schweinfurt, geht es darum, mit der Veranstaltung auch antiquierte Vorstellungen über den öffentlichen Nahverkehr aus dem Weg zu räumen. Gleichzeitig soll eine Plattform geschaffen werden, um die tatsächlichen Bedürfnisse der aktuellen und potentiellen Fahrgäste besser kennenzulernen.

„Wir erhoffen uns somit eine Win-Win-Situation für Kunden, Verkehrsbetrieb und natürlich die Umwelt“, so Harald Mendrock.

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