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Neue Videoreihe gestartet – Unterwegs mit Busfahrer Atilla

Eine neue Videoreihe auf dem YouTube Kanal von nahverkehr-schweinfurt.de ist erfolgreich gestartet! Die Reihe dreht rund um den jungen und ernergischen Busfahrer „Atilla“ aus Schweinfurt. Dieser nahm mich mit auf Tour und erlaubte mir mehrer Stunden die Fahrten ausgiebig zu filmen. Am Ende sind dann drei Stunden Videomaterial zusammengekommen, welches in mehrere Teile untergliedert wird. Quer durch Schweinfurt führte uns die lustige Fahrt. Schonungen, Mainblick, Haardt.. alles was das Busfahrerherz höher schlagen lässt. Besonders toll war, dass als Dienstfahrzeug ein quasi Fabrikneuer Citaro C2 Solowagen diente.

Die mehreren Videoteile werden in die jeweiligen einzelnen Linien unterteilt. Alle Videos findest Du entweder auf meinen YouTube Channel, oder hier auf der Seite „Videos“.

Viel Spaß beim anschauen der Videos!

Neue Ticketdrucker für Schweinfurter Stadtbusse

Zu erst einmal sei gesagt, dass es sich bei folgenden Informationen um reine Vermutungen handelt. Es wurde noch nichts bestätigt.

Als ich heute am Roßmarkt neue Bilder für die Datenbank schoss, sah ich einen Solaris Urbino 12 mit dem Matrixziel „Meßfahrt“. Das fand ich erstmal ein wenig ungewöhnlich, da man so was bei uns selten sieht. Als ich genauer hin sah, sah ich wie eine neuer Ticketdrucker getestet wurde. Mit Anwesend war wahrscheinlich ein Vorgesetzer, der bei den Tests zusah. Um welchen Drucker es sich genau handelt, konnte ich nicht erkennen. Aber es war auf alle Fälle einer mit Touchscreen.

Ein neues Ticketsystem würde dem ÖPNV in Schweinfurt sehr gut tuhn, da man so viel Arbeit sparen könnte. Bis jetzt wurde die Tickets immer über einen Ticketblock beim Fahrer verkauft und abgerissen.

Wir werden sehen, was sich in der Zukunft ergibt…

Startschuss für die Schweinfruter Mobilitätstage

Im Bild zu sehen sind (v.l.n.r.): Peter Kippes, 1. Bevollmächtigter IG Metall Schweinfurt, Sarah Becke, Referat Gesamtbetriebsrat Schaeffler, Jürgen Schenk , stellv. Betriebsratsvorsitzender Schaeffler, Norbert Lenhard, Betriebsratsvorsitzender Schaeffler, Klaus Kern, stellv. Betriebsratsvorsitzender ZF, Marion Both, Betriebsrat SKF, Sebastian Witzel, stellv. Betriebsratsvorsitzender SKF, Stephan Kuserau, Referent Gesamtbetriebsrat Schaeffler, Benjamin Hornung, Projektsekretär IG Metall Schweinfurt sowie Harald Mendrock, stellv. Bereichsleiter Personenverkehr und Fahrzeugtechnik der Stadtwerke Schweinfurt GmbH.

Den öffentlichen Personennahverkehr für Berufspendler attraktiver machen, dieses gemeinsame Ziel haben sich die Stadtwerke Schweinfurt GmbH sowie die Arbeitnehmervertretungen der großen Schweinfurter Industriebetriebe und die IG Metall auf die Fahnen geschrieben.

Neben der akuten Parkplatznot in der Industrie haben der Klimaschutz und der in Schweinfurt geringe Anteil des ÖPNV am so genannten „Modal Split“ die genannten Akteure vor einigen Monaten zusammengebracht. Ergebnis der Projektgruppe sind nun die ersten „Schweinfurter Mobilitätstage“, in deren Rahmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schweinfurter Industriebetriebe von einer ökologischen Verkehrsmittelwahl überzeugt werden sollen.

Startschuss der Veranstaltungsreihe ist am 8. Juni bei der Schaeffler Technologies AG & Co. KG. Die Veranstaltungsreihe wird am 29. Juni im Werk Nord der ZF Friedrichshafen AG fortgesetzt und ebenfalls noch im Sommer wird es einen entsprechenden Termin bei SKF geben.

Am Aktionstag bei Schaeffler präsentieren sich die Stadtwerke von 10:30 bis 15 Uhr vor dem Mitarbeiter-Casino mit einem modernen Linienbus und informieren über ihr Fahrplan- und Tarifangebot. Am Standort Schweinfurt wohnen etwa 800 Gleitzeit-Beschäftigte im Einzugsbereich des Stadtbusses. Diese sollen angesprochen und für Alternativen zum Auto begeistert werden. Der Betriebsrat erfragt an diesem Tag daher auch die Zugangshemmnisse zum ÖPNV und Verbesserungsvorschläge zum Angebot, besonders für Nachtarbeiter.

Als Vertreter des Schienenpersonennahverkehrs wird außerdem die Erfurter Bahn vertreten sein und über ihr Angebot informieren. Der adfc stellt verschiedene Falträder vor, die sich besonders gut zur Mitnahme in Bus und Bahn eignen. Letztere werden vom Radmarkt Schauer zur Verfügung gestellt.
„Wir möchten mit dieser Veranstaltungsreihe das Bewusstsein für das vielseitige ÖPNV-Angebot in der Region schärfen und den Beschäftigten die Vorteile der ökologischen und häufig sogar zeitsparenden Anreise zum Arbeitsplatz aufzeigen“, erklärt Harald Mendrock vom Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Schweinfurt.

Norbert Lenhard, Betriebsratsvorsitzender bei Schaeffler in Schweinfurt ergänzt: „Unser Anliegen ist es, dass die Beschäftigten möglichst stressfrei zur Arbeit kommen. Mit dem Mobilitätstag wollen wir aufzeigen, dass gute Alternativen zum Auto bestehen.“

Für die IG Metall stellen die Schweinfurter Mobilitätstage ein sozial-ökologisches Leuchtturmprojekt dar: „Gemeinsam mit unserem Projektpartner dem BUND Naturschutz in Bayern haben wir eine Vielzahl von zukünftigen Herausforderungen identifiziert, die auf die Region und die Beschäftigten zukommen. Ein abgestimmtes betriebliches und kommunales Mobilitätsmanagement ist ein Baustein, um die Arbeits- und Lebensqualität der Beschäftigten signifikant zu erhöhen“, so Peter Kippes, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Schweinfurt.

Auch für SKF geht es um das Thema „Verantwortung für die Mitarbeiter“: „Ein modernes und flexibles ÖPNV-Angebot kann gerade für unsere Beschäftigten in der Nachtschicht eine Entlastung darstellen. Dies ist Teil von SKF Care – Verantwortung für unsere Mitarbeiter und unsere Umwelt zu übernehmen“, so Norbert Völkl, Betriebsratsvorsitzender der SKF.

Oliver Moll, Betriebsratsvorsitzender der ZF Friedrichshafen AG am Standort Schweinfurt, geht es darum, mit der Veranstaltung auch antiquierte Vorstellungen über den öffentlichen Nahverkehr aus dem Weg zu räumen. Gleichzeitig soll eine Plattform geschaffen werden, um die tatsächlichen Bedürfnisse der aktuellen und potentiellen Fahrgäste besser kennenzulernen.

„Wir erhoffen uns somit eine Win-Win-Situation für Kunden, Verkehrsbetrieb und natürlich die Umwelt“, so Harald Mendrock.

Zeitdruck bei Fernbusfahrern wird immer höher

„Immer die Uhr im Nacken, früher waren die Fahrgäste nicht so pingelich mit der Zeit“: Berichtet ein Berliner Busfahrer. Mit dieser  Meinung ist er nicht der Einzigste. Viele Busfahrer vor allen Fernbusfahrer haben mit der Zeit zu kämpfen.  Jeder will sicher, schnell, günstig und pünktlich ans Ziel kommen.  Doch meist zu Lasten der Fahrer. Billiglohnunternehmer zahlen wenig für doch so viel Verantwortung. Oder möchten Sie einen Bus mit 120 Leuten 10 Stunden lang über die Autobahnen Europas fahren ? Und dann noch für Billiglöhne wie 5,50€ die Stunde? Sicher nicht oder? Das beste Beispiel in der Fernbusbranche ist der IC Bus (Unternehmen der DB). Meist werden ausländische Unternehmen (Luxemburg, Polen, Tschechien) als Subunternehmer beauftragt da die DB den Fahrern, solange sie nicht in Deutschland fahren,  nicht den gesetzlichen Mindestlohn zahlen muss. Der 8,50 €-Tarif  gilt eben nur in Deutschland. Dabei ist es mit Busfahren ja lange  noch nicht getan. Gepäck einladen ,Bus reinigen, Fragen beantworten usw. usw.

Ein Fahrgast von Eurolines (Deutsche Touring) schreibt, Zitat; “ Nach kurzer Zeit wurde dem 1. Fahrer bereits schlecht; er beugte sich vornüber und musste sich – während er den Bus weiter steuerte – übergeben.  Auf Bitte reichte ihm der 2. Fahrer eine Tüte, während der Dritte das Fahrzeug lenkte; erst dann wurde der Bus an den Seitenstreifen gesteuert!“ Zitat weiter: „Das Fahrzeug wurde sodann zunächst von einem der beiden anderen Fahrer weitergefahren, nach kurzer Zeit jedoch wurde erneut gestoppt und der ausgewechselte Fahrer übernahm wieder das Steuer.
An einer Raststätte jedoch hat dieser Fahrer dann endgültig das Steuer übergeben und den Bus verlassen; er schwankte merklich, was wir Passagiere als Kreislaufbeschwerden ansahen  (vielleicht etwas zu viel getrunken?)“  Zitat ende.  Für mich sind das sehr erschreckende Zeilen…wie lange muss dieser Busfahrer schon ohne Pause gefahren sein bzw. musste er offensichtlich krank zur Arbeit.